Herkunft:

Deutschland. 1958 bis 1963 aus Orpington-, Amerikanischen Peking- und Sachsenenten in Gimbsheim (Rheinland-Pfalz) herausgezüchtet.

Gesamteindruck:

Übermittelgroße Landente, lang und breit, ohne plump zu wirken. Fast waagerechte, leicht nach hinten abfallende Haltung.

Rassemerkmale:

Rumpf: ziemlich lang und tief, ohne Kielbildung.
Rücken: lang; breit in den Schultern; nach den Seiten leicht abgerundet; etwas abfallend.
Brust: voll; abgerundet; ohne Kiel. Bauch: breit und tief.
Kopf: lang; nicht zu breit; gut gerundet; flache Stirn.
Schnabel: kräftig; lang; gleichmäßig breit; beim Erpel weidengrün mit schwarzer Bohne; bei der Ente schwarzgrün mit schwarzer Bohne.
Augen: dunkelbraun.
Hals: mittellang; leicht gebogen; nicht zu stark.
Flügel: gut geschlossen; fest anliegend.
Schwanz: möglichst geschlossen; waagerecht getragen.
Schenkel: vom Bauchgefieder verdeckt.
Läufe: fast in Körpermitte sitzend; mittellang; schwarzrot bis schwarz.
Gefieder: fest anliegend; möglichst glatt.

 

Farbenschlag:

Blau:
Sattes, über den ganzen Körper gleichmäßig getöntes Blaugrau mit mehr oder weniger dunklem Gefiedersaum. Kopf und Hals dunkler getönt, beim Erpel fast schwarz. Einzelne schwarze Federn gestattet.

Grobe Fehler:
Plumpe Figur; schmale Hinterpartie; grober Kopf; stark aufrechte Haltung; weiße Schwingen; braune Brust; Weiß im Spiegel.

Gewichte: Erpe3 kg, Ente 2,5 kg

Bruteier-Mindestgewicht: 70 g.

Schalenfarbe der Eier: Weiß bis grün.

Ringgrößen: Beide Geschlechter 18.

Gimbsheimer Enten gibt es nur in Blau. Eine leichte dunkle Säumung ist zugelassen und dient als Farbstoffreserve. Wie alle Mischfarben spaltet das Blau auf, so dass in der Nachzucht auch Schwarze und Weiße Tiere vorkommen. Trotz ihrer Frohwüchsigkeit ist die Rasse nicht so sehr verbreitet und sucht immer neue Züchter. Gimbsheimer Enten sind im Auslauf emsige Futtersucher und vertilgen allerhand Schnecken und Kleingetier. Im Sommer empfiehlt sich eine schattige Haltung um einem Ausbleichen der Gefiederfarbe vorzubeugen. Die Erpel haben einen weidengrünen die Enten einen schwarzgrünen Schnabel immer mit dunkler Bohne. Ausgiebiges Baden erfreut jede Entenrasse.

Paul-Erwin Oswald

Georg Richard Oswald

Erzüchter der blauen Gimbsheimer Entenrasse
Von Georg Richard Oswald wurden die blauen Gimbsheimer Enten in den Jahren 1958 - 1964 erzüchtet. Ihr Name leitet sich von Ihrer Herkunft aus dem Weinort Gimbsheim im schönen Rheinhessen (Rheinland-Pfalz ab). Sie entstanden aus Cayuga-, Orpington-, Sachsen- und amerikanischen Pekingenten. Die Anerkennung erfolgte im Jahre 1967 zur Nationalen in Frankfurt / Main.
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