Entenfutter

Was nun die Fütterung unserer Enten betrifft, so sind die Tiere nicht besonders anspruchsvoll. Ideal wäre hier eine Weide, wie sie nur auf einem Bauernhof gegeben sein dürfte. Aber die Tiere sind auch mit morgendlichem Weichfutter und abendlicher Gabe von Trockenfutter, bestehend aus Körnerfutter oder fertigen Pellet vollauf zufrieden. Zwischendurch reichen wir Grünfutter in Form von Salat oder ähnlichem. Betrachten wir zunächst einmal den Idealfall. Wenn wir an die heutigen bäuerlichen Betriebe denken, die allerorts meist als Aussiedlerhöfe entstanden, so bieten diese sich geradezu für die Haltung von Gänsen und Enten an. 

Die Daunen der Warzenenten stehen den echten Eiderdaunen kaum nach. Durch das Mitgrasen auf der Koppel versorgen sich die Tiere praktisch selbst. Am Abend wird für reichlich Trinkwasser und etwas Körnerfutter gesorgt. Am nächsten Tag gehen die Tiere, nach Ablegung der Eier im Stall, wieder mit auf die Weide. Hier versehen sie als Gesundheitspolizei einen wichtigen Dienst. Enten fressen alles Mögliche was ihnen gerade vor den Schnabel kommt. In den letzten Jahren werden Enten verstärkt wieder im Obstbau eingesetzt. Dort lässt man sie die Flächen unter den Obstbäumen nach allerlei Kleingetier absuchen, so erspart man sich teure und eventuell schädliche Spritzmittel. Gleiches gilt für Holunderplantagen im alten Land und größere Flächen mit Beerenbewuchs.

Paul-Erwin Oswald

Paul-Erwin Oswald

Über den Author: Erzüchter der Altrheiner Elsterenten, Author zahlreicher Fachartikel zur Geflügelzucht und seit dem Jahr 2007 Vorsitzender vom Sonderverein der Entenzüchter Deutschlands e.V.

Zudem präsentiert er in seinem Gimbsheimer Entenmuseum Gemälde, Porzellanfiguren, Bücher, Zeitungen, Briefmarken und vieles mehr über die Entenzucht und somit auch einen großen Fundus für und vom Sonderverein der Entenzüchter.

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