Herkunft:

Amerikanischer Kontinent; Genaueres unbekannt.

Gesamteindruck:

Längliche Körperform; allseits gut abgerundet; mittelhoher Stand mit sichtbarem Fer-sengelenk; stark grün glänzendes Gefieder.

Rassenmerkmale:

Rumpf: länglich; gut abgerundet; etwas angehoben getragen.
Rücken: nur leicht gewölbt; seitlich gut abgerundet.
Brust: gut gerundet; leicht angehoben. Bauch: voll; gut gerundet; ohne Wamme.
Kopf: möglichst kurz, nur leicht gezogen; harmonische Wölbung ohne hohe Stirn; Backen nicht sehr betont.
Schnabel: kürzer als mittellang; nicht zu kräftig; leicht eingebogene Firstlinie. Beim Erbel sehr dunkelolivgrün mit einem großen, von der Wurzel bis fast zur Spitze und meist bis an den Schnabelrand reichenden, sehr dunklen Sattelfleck bedeckt. Bei älteren Erpeln wird zur Schnabelspitze und am Schnabelrand die sehr dunkelolivgrüne Grundfarbe sichtbarer. Bei der Ente ist der
Schnabel schwarz, zur Spitze dunkelgrün bis dunkelgrau. Beide Geschlechter mit schwarzer Bohne.
Augen: dunkel.
Hals: verhältnismäßig kurz; nicht zu dick; elegant geführt.
Flügel: verhältnismäßig lang; fest anliegend.
Schwanz: möglichst kurz; waagerecht getragen.
Schenkel: mittellang; vom Körpergefieder weitgehend verdeckt.
Läufe: mittellang; feinknochig; etwas hinter der Körpermitte; Fersengelenk deutlich sichtbar; so dunkel wie möglich, fast schwarz; mit dem Alter orange getönte Stellen bekommend.
Gefieder: glatt anliegend.

Farbenschläge:

Schwarz:
Tiefes Schwarz mit rein smaragdgrünem Glanz.

Grobe Fehler:
Zu großer Körper oder zwergentenähnlicher Typ; Blau- oder Purpureinlagerungen im Grünglanz; Weiß im Gefieder; stumpfe oder braune Farbe; helle Schnabelfarbe; aufgehellte Lauffarbe.

Gewichte: Erpel 1,2 kg, Ente 0,9 kg

Bruteier-Mindestgewicht: 50 g.

Schalenfarbe der Eier: Bei Legebeginn sehr dunkelgrün, fast schwarz, nach und nach heller werdend.

Ringgrößen: Beide Geschlechter 11.

 

Der Textinhalt wurde uns freundlicherweise vom Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter e.V. (BDRG) aus dem „Rassegeflügel-Standard für Europa in Farbe“ zur Verfügung gestellt. Das © Copyright unterliegt dem BDRG.

Entenrasse im Blickfeld

Wir haben über die Smaragdente im Jahr 2011 in unserem Sonderbericht „Entenrasse im Blickfeld“ berichtet.

Smaragd_1

Smaragdenten sind grün glänzende Edelsteine. Sie haben ein tiefschwarzes Gefieder mit einem bestechenden über den ganzen Körper sich verteilenden Grünglanz. Smaragdenten zählen zu unseren kleinen Entenrassen und sind in Form und Größe sehr kompakt. Je dunkler die Schnabel- und Lauffarbe desto besser in der Zucht und Bewertung. Die Lauffarbe kann bzw. muss als Schwarz angesprochen werden. Smaragdenten sind ein wenig kleiner als unsere Stockenten und durchaus noch gute Flieger. Im Allgemeinen sind sie sehr zutraulich und durchstreifen quicklebendig ihren Auslauf nach Futter.

Das sichtbare Fersengelenk ist neben dem Grünglanz ein Hauptrassemerkmal, wer da patzt bekommt keine Punkte.
Das sichtbare Fersengelenk ist neben dem Grünglanz ein Hauptrassemerkmal, wer da patzt bekommt keine Punkte.

Ein wenig Stirn, ein wenig Backen, Schnabel mit ein wenig Druck und nicht all zu lang. Sie liegen in Kopfform zwischen den geschliffenen Köpfen der Hochbrutflugenten und denen der runden Zwergenten Köpfen. Das Gefieder glatt, dicht und fest anliegend. Unterlinie glatt ohne abzusetzen.

Festes Gefieder erfordert Wasser, ergo eine ausreichende Badegelegenheit sollte vorhanden sein. Sie brüten noch gerne selbst und sorgen gut für den Nachwuchs. Sie befiedern rasch und man sollte sein Augenmerk sehr bedacht auf den Zeitpunkt der Beringung ausrichten. Schnell sind die Knochen zu stark und der Ring passt nicht mehr darüber. Aufgrund ihrer geringen Größe können Smaragdenten auch in kleineren Ausläufen sehr gut gehalten werden. Ob und wie sie ihren Flugtrieb ausleben können entscheidet der Züchter. Zuchtstammgröße so bis 1,4 oder 1,5 sind durchaus möglich und bieten ausreichend Nachzucht. Die Eierfarbe variiert zwischen grün bis dunkelgrün und fast schwarz.

Zum Steckbrief der Smaragdenten